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Das Schwarzwaldverfahren in Baiersbronn-Mitteltal/Obertal wird abgeschlossen

Das Schwarzwaldverfahren Baiersbronn-Mitteltal/Obertal wird in diesem Jahr abgeschlossen. Daher hatte der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft die am Verfahren Beteiligten zu einer kleinen Abschlussfeier eingeladen.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass sich das Flurbereinigungsverfahren sehr positiv auf Mittel- und Obertal ausgewirkt hat. Der Ausbau von Gemeindestraßen zur besseren Erreichbarkeit von Höfen und der Aus- und Neubau von Wegen zur besseren Erschließung von Feld- und Waldgrundstücken führte dazu, dass die Landwirte ihre Flächen leichter bewirtschaften können und dadurch zur Offenhaltung der Landschaft beigetragen wird. Insgesamt wurden 21 km Asphaltwege, 15 km Schotterwege und 3 km Grünwege und 1,4 km Wanderwege hergestellt. Aber nicht nur Wege standen im Fokus des Schwarzwaldverfahrens. So wurden durch das Verfahren auch 3 Schutzhütten, 10 Brunnen, ein Weiher in Obertal, Brücken, Wanderparkplätze und Lehrpfade hergestellt. Nicht zu vergessen sind die landschaftspflegerischen Maßnahmen, die als Ausgleich für die Eingriffe in den Naturhaushalt durchgeführt wurden. Dabei wurden rund 1450 Sträucher und 1260 Bäume gepflanzt. Nicht nur die Natur, sondern auch die Gemeinde Baiersbronn hat dadurch touristisch an Attraktivität gewonnen.

Obwohl das Verfahren bereits 1990 angeordnet wurde, bedauern sowohl der Vorstandsvorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Wilhelm Gaiser sowie auch Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf, dass das Verfahren zu Ende geht. Viele Maßnahmen konnten nur durch das Verfahren und den hohen Zuschuss von 85 % realisiert werden, so Ruf. Besonders froh zeigten sich Gaiser und Ruf, dass auch Maßnahmen zur Behebung von Unwetterschäden im Verfahren durchgeführt wurden.

Am Ende haben die Maßnahmen des Verfahrens Baiersbronn-Mitteltal/Obertal 9,5 Mio. Euro gekostet. Über 6,5 Mio. Euro Zuschussmittel sind geflossen. Um die Teilnehmer finanziell zu entlasten hat die Gemeinde Baiersbronn einen freiwilligen Beitrag von über 600.000 Euro geleistet.

Nur durch die enge und gute Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Baiersbronn-Mitteltal/Obertal, der Gemeinde Baiersbronn, der Landsiedlung, dem Verband der Teilnehmergemeinschaft und der unteren Flurbereinigungsbehörde war das Verfahren in diesem Umfang möglich. In diesem Zusammenhang ist die engagierte Arbeit der Vorstandsmitglieder besonders zu erwähnen, die in zahlreichen Stunden an der Planung und Bauausführung mitgewirkt haben. Während der Verfahrenslaufzeit von 28 Jahren sind leider bereits drei Vorstandsmitglieder verschieden, an die Wilhelm Gaiser erinnerte: Willi Seid aus Obertal, Albrecht Rothfuß aus Baiersbronn und der langjährige Vorsitzender Richard Frei, „der wesentlich dazu beigetragen hat, dass dieses Verfahren zustande gekommen ist“.

Für die Flurneuordnungsstelle dankte Anita Schmitz den Anwesenden Vorstandsmitgliedern Wilhelm Gaiser, Karl Fahrner und Ulli Schmelzle für die lange, ehrenamtliche Arbeit. „Eine so lange, ehrenamtliche Tätigkeit, bei der so viele verschiedene Interessen zu berücksichtigen sind, ist keine Selbstverständlichkeit.“ betonte sie und überreichte Dankesurkunden des Landes Baden-Württemberg.

 
Freuen sich über den Abschluss der Bearbeitung des Schwarzwaldverfahrens Baiersbronn-Mitteltal/Obertal (von links): Bürgermeister Michael Ruf, Leitende Ingenieurin Anita Schmitz, stellvertretende Vorsitzende Karl Fahrner und Ulli Schmelzle, Vorsitzender Wilhelm Gaiser
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Letzte Änderung: 06.06.2018 / 16:57 Uhr
Ausgedruckt am 19.07.2018 / 04:03