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Schönmünzach

Von allen Teilorten der Gemeinde Baiersbronn ist Schönmünzach am weitesten vom Mutterort entfernt.

Schönmünzach, vom ursprünglichen Hauptort Schwarzenberg nur wenige Kilometer entfernt, verdankt seine Entstehung der 1733 dort gegründeten Glashütte. Johann Georg Schweikhardt aus Wildberg und Friedrich Mayer aus Altensteig erhielten am 17. März 1733 die Erlaubnis, eine Glashütte auf dem "Pfronbronner Wasen" nahe Schwarzenberg zu betreiben.

Die Ortschaft, die um das Unternehmen langsam entstand, trug bis weit in das 19. Jahrhundert hinein auch noch den Namen "Glashütte" oder "Schwarzenberger Glashütte", bis sich nach und nach der Name Schönmünzach durchsetzte, in Anlehnung an den Bach, der hier in die Murg fließt.

Die Glashütte in Schönmünzach stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Noch vor ihrer Eröffnung ertrank einer der Teilhaber in der Murg, im Jahre 1735 brannte die Glashütte ab und musste unter beträchtlichen Kosten wieder aufgebaut werden. Zeitweise standen die Betriebsgebäude auch ungenutzt leer.

Während die andere grosse Glashütte im Murgtal in Mitteltal-Buhlbach (siehe auch: Obertal) sich auf die Herstellung von Hohlglas spezialisiert hatte, wurde in Schönmünzach Flachglas für den Fensterbau hergestellt.

Die Glashütte Schönmünzach, die auf keine so erfolgreiche Tätigkeit wie die Buhlbacher Hütte in Obertal zurückblicken konnte, stellte im Jahre 1902 aufgrund einer allgemeinen Strukturkrise den Betrieb endgültig ein.

Recht früh entwickelte sich in Schönmünzach das Gaststätten- und Herbergsgewerbe. So wurden im Jahre 1811 das ehemalige Hotel "Waldhorn" und 1825 der Gasthof "Glashütte" eröffnet, der auch heute noch unter dem Namen "Sonne" in Schönmünzach zu finden ist.

Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung dieses Gewerbes war zum einen die Anwesenheit einer grossen Anzahl von Arbeiter und Tagelöhner im Holzgewerbe, die nach Feierabend nach entsprechender Kurzweil suchten.
Zum anderen bot sich in Schönmünzach für die Postkutschenstrecke Baden-Baden - Freudenstadt die letzte Gelegenheit zur Rast, vor dem bevorstehenden Grenzwechsel mit dem badischen Gebiet.

Bis ins Jahre 1919 war die Postkutschenstrecke durch Schönmünzach eine der wichtigsten Verbindungen des Murgtales mit der Aussenwelt.

Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts anwachsende Tourismus im Murgtal sorgte auch in Schönmünzach für eine wirtschaftliche Belebung. Weitere Hotels und Beherbergungsbetriebe wurden errichtet.
1953 erlangte Schönmünzach das Prädikat "Kneippkurort" und ist seit nunmehr 50 Jahren eine der ersten Adressen für medizinische Behandlungen, Therapien oder einfach nur für Erholung in idyllischer Umgebung.

Zu Schönmünzach gehören noch die Weiler Vorder-, Mittel-, und Hinterlangenbach, Leimiß, Volzenhäuser, Tauchert und Zwickgabel (unter der Bezeichnung Schönmünz zusammengefasst)mit jeweils nur wenigen Gebäuden.
Diese ehemals von Waldarbeitern und Tagelöhnern besiedelten Gebiete liegen alle, wie Perlen an einer Schur, dem Lauf der Schönmünz folgend. Durch das Ende der ausgebauten Straße in Hinterlangenbach mag es für den Besucher so erscheinen, als befinde er sich hier am Ende der Welt.

1974-1975
Die Murgtalgemeinden Klosterreichenbach, Huzenbach und Schönmünzach-Schwarzenberg schließen sich der Gesamtgemeinde Baiersbronn an.

 

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Burkard Buch & Kunst
Freudenstädter Straße 12
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/81350

Gemeideverwaltung Baiersbronn
Oberdofstraße 46
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/8421-0
E-Mail: info@gemeindebaiersbronn.de

Ein Versand durch die Gemeindeverwaltung erfolgt zuzüglich den aktuellen Portogebühren der Deutschen Post AG.

 
Letzte Änderung: 02.04.2008 / 08:55 Uhr
Ausgedruckt am 15.12.2018 / 21:11