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Friedrichstal

Mit einem Alter von rund 240 Jahren ist der Teilort Friedrichstal einer der jüngsten Teilorte der großen Waldgemeinde Baiersbronn.

Menschliche Aktivitäten lassen sich in diesem Gebiet südlich des Mutterortes jedoch schon seit Jahrhunderten nachweisen. Uralte Stollen zeugen von einer traditionsreichen Bergbauvergangenheit. Bereits um 1550 begann durch Herzog Christoph der Erzabbau und die Erzverarbeitung. Auch unter seinem Nachfolger Herzog Friedrich I., dem Erbauer von Freudenstadt, hatte der Bergbau einen hohen Stellenwert. Bereits früh zeigte sich die Bedeutung von Friedrichstal als Industriestandort. Um 1600 gab es dort die erste Hammerschmiede.

Die Geburtsstätte des Teilortes Friedrichstal liegt im Christophstal, oberhalb des heutigen Ortskernes auf Gemarkung von Freudenstadt, weshalb Friedrichstal auch oftmals als "Unteres Christophstal" bezeichnet wird.

Die Enge des Tales und die Nutzung der Wasserkraft für die voranschreitende Industrie führten jedoch zu einer talabwärtsgerichteten Ausdehnung des Besiedlungsraumes, so dass die 1761 entstandenen "Neuen Werke" sich bereits auf Baiersbronner Gemarkung befanden. 1808 erhielt dieses Gebiet den Namen Friedrichstal, zu Ehren des von Napoleon gekrönten neuen Königs Friedrich von Württemberg.

Bergrat Friedrich August Pulvermüller entwickelte um 1800 ein Raffinierungsverfahren, das einen Stahl von besonderer Güte ermöglichte, welcher sich für Sensen, Schaufeln, Degen und Flinten bestens eignete. Während sich die Betriebe des "Oberen Christophstals" dieser neuen Technik nicht anpassten und "kalt gestellt" wurden, machte der neue Stahl die Betriebe des Friedrichstales über Deutschland hinaus bekannt.

Ein Hochofen und mehrere Hammerwerke der königliche Stahlbetriebe (später: SHW = Schwäbische Hüttenwerke) gaben rund 200 Arbeitern Beschäftigung und Lohn. Dadurch befand sich im 19. Jahrhundert in Friedrichstal das grösste Stahlwerk Süddeutschlands.
Fabriken und Werkswohnungen (Laborantenhäuser) prägten weitgehend das Ortsbild von Friedrichstal.

Lange währte der Streit der Nachbargemeinden Baiersbronn und Freudenstadt um die gemeindliche Zuordnung des Friedrichstals. Erst mit der Gemeindereform 1974/1975 wurde das gesamte Gebiet des Friedrichstals der Gemarkung der Gemeinde Baiersbronn zugeschlagen.
Die Kirchengemeinde Friedrichstal gehört jedoch nach wie vor zu Freudenstadt.

Friedrichstal ist heute der zweitkleinste Teilort der Gemeinde Baiersbronn.

 

Im Tal der Hämmer - der Erlebnispfad Nr. 2

Auf dem Erlebnispfad Nr. 2, "Im Tal der Hämmer" können Sie lebhaft die Geschichte von Friedrichstal erfahren.
Weitere Informationen, sowie die Broschüre: "Im Tal der Hämmer" - Die Beschreibung des Erlebnispfades Nr. 2 - erhalten Sie bei der Baiersbronn Touristik, sowie bei allen Rathäusern und Ortschaftsverwaltungen der Gemeinde Baiersbronn.

 

Dorfgemeinschaft Friedrichstal

Die im Jahre 1990 gegründete Dorfgemeinschaft Friedrichstal hat es sich zum Ziel gesetzt, die vielen Kulturgüter des Ortes zu erhalten und zu bewahren. Hierzu zählen ein historisches Backhäusle, historische Brunnen, sowie die neuentdeckte Grube "Untere Sophia" und das Freilichtmuseum "Königshammer".

 

Baiersbronn- Vom Königsforst zum Luftkurort

Eine detaillierte Beschreibung der Geschichte der Gemeinde Baiersbronn finden Sie auch in dem Buch: "Baiersbronn-Vom Königsforst zum Luftkurort" (360 Seiten, zahlreich bebildert).

Sie erhalten es zum Preis von 10,00 bei:

Burkard Buch & Kunst
Freudenstädter Straße 12
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/81350

Gemeindeverwaltung Baiersbronn
Oberdofstraße 46
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/8421-0
E-Mail: info@gemeindebaiersbronn.de

Ein Versand durch die Gemeindeverwaltung erfolgt zuzüglich den aktuellen Portogebühren der Deutschen Post AG.

 

Der direkte Weg

Im Tal der Hämmer

Der Erlebnispfad Nr. 2

Letzte Änderung: 02.04.2008 / 08:34 Uhr
Ausgedruckt am 15.07.2019 / 20:40