Nachricht der Jugendmusikschule

1. Preis für Sophia Martin und Yumi Wolf bei Jugend musiziert


2022 ging der bundesweite Wettbewerb "Jugend musiziert" in die 59. Runde. Auch in diesem Jahr stand der Regionalwettbewerb wieder unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, konnte jedoch glücklicherweise am 29. und 30. Januar in Calw in Präsenzform durchgeführt werden.

Erschwerte Probe-Bedingungen, kaum Bühnenerfahrung wegen abgesagter Konzerte, viele Regelungen und Ungewissheiten im Vorfeld, konnten weder die achtjährige Yumi Wolf, noch die zehnjährige Sophia Martin daran hindern, mit ihren Geigen die Herausforderung anzunehmen und sich zum ersten Mal der anspruchsvollen Jury zu stellen. Dafür wurden sie beide mit einem hervorragenden 1. Preis bei der Solowertung Violine belohnt.

Sophia und Yumi besuchen die Geigenklasse der Jugendmusikschule Baiersbronn von Musiklehrerin Susanne Kiss, die die beiden Mädchen mit viel Engagement und Herzblut auf den Wettbewerb vorbereitete. „Neben Talent und Fleiß, müssen die Schülerinnen vor allem auch die Energie aufbringen, konsequent zu üben“, sagt Susanne Kiss und nennt somit die notwendigen Voraussetzungen. Dabei müsse man nicht nur das Instrument beherrschen, sondern auch im Zusammenspiel mit der begleitenden Pianistin und Wettbewerb erfahrenen Klavierlehrerin Julia-Laura Andrei (ebenfalls Jugendmusikschule Baiersbronn) ein gutes Gespür für Musik beweisen.

Foto Jugend musiziert 2022

Von links nach rechts:
Julia-Laura Andrei, Yumi Wolf, Sophia Martin, hinten: Susanne Kiss - Foto: Wolf

Sophia Martin startete ihren Auftritt mit dem frisch und munter vorgetragenen "Divertimento" von Daniel Steibelt (1764-1823) und bewies anschließend bei der "Romance" von Charles Dancla (1817-1907), dass sie auch die großen romantisch-ruhigen Töne beherrscht. Mit dem fulminanten 3.Satz des Concertino für Violine und Orchester von Oscar Rieding (1840-1918) setzte Sophia dem virtuosen Vortrag die Krone auf. Diese sehr gute Leistung wurde mit 22 von 25 erreichbaren Punkten und somit einem 1. Preis belohnt.

Yumi Wolf präsentierte ebenfalls eindrucksvoll all die Facetten ihres Könnens. Zunächst spielte sie ungarische Variationen für Violine und Klavier von Lajos Papp (1935-2019), anschließend ließ sie ruhige Töne bei der Air von G. Finger (1660-1723) erklingen. Ihren fantastischen Vortrag beendete Yumi mit der Bourée von Johann Adolph Hasse (1699-1783). Für ihren Beitrag bekam sie 21 von 25 Punkte und durfte sich ebenfalls über einen 1. Preis in der Altersstufe 1b freuen.

"Ich bin froh, dass ich das durchgezogen habe, obwohl ich vorher sehr aufgeregt war. Ich freue mich so über den 1.Preis! Es war eine tolle Erfahrung", sagt Sophia und auch Yumi nimmt neben den positiven Erfahrungen viel Motivation mit, weiterhin ihrem Lieblingsinstrument treu zu bleiben.