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Frei laufende Hunde auf landwirtschaftlichen Flächen

Es ist wieder soweit:
In der Natur setzt in diesen Wochen die Vegetation voll ein und mit ihr der Interessenkonflikt von Landwirten und Hundehaltern. Auf der einen Seite steht das Tierschutzgesetz, welches Hunden u.a. einen artgerechten Auslauf ermöglichen soll und auf der anderen Seite gibt es für die Landwirtschaft unten ausgeführte Gesetze, damit landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Zeit zwischen Saat oder Bestellung der Ernte, beim Grünland während der Zeit des Aufwuchses und der Beweidung, nicht betreten werden dürfen.

Führen Sie sich die Auswirkungen auch für Sie selbst als Verbraucher z.B. beim Gemüse- und Salatanbau vor Augen, und haben Sie bitte Verständnis dafür, dass der Hundekot gerade in landwirtschaftlichen Grundstücken dazu führt, dass Erntegut verunreinigt werden kann, wenn der Kot nicht beseitigt wird. Für die auf solche Art betroffenen Landwirte zieht dies erhebliche finanzielle Einbußen nach sich und für Sie als Verbraucher steht das Thema Appetitlichkeit ganz sicher im Vordergrund.

Es ist Menschen untersagt, landwirtschaftliche Flächen während dieser Vegetationszeit zu betreten. Außerdem müssen Hundehalter den von ihren Hunden abgelegten Kot entfernen. Sonst drohen, je nach Ausmaß des Schadens, empfindliche Ordnungsstrafen (s. u.). Ungeachtet dieser Vorschriften sollten wir alle uns jedoch bewusst machen, dass nur durch gegenseitige Rücksichtnahme ein konfliktfreies Miteinander möglich ist. Die freundliche Bitte von Seiten des Landwirts und das Einhalten der Kotaufnahmepflicht von Seiten des Hundehalters würden zur Vermeidung von Fronten und zu einer entspannteren Situation im Frühling beitragen.

- Ordnungsamt -



Naturschutzgesetz (NatSchG):

51 Abs. 1 Satz 2 und 3: Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden. Als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung.
51 Abs. 4: Wer die freie Landschaft betritt, ist verpflichtet, von ihm abgelegte Gegenstände und Abfälle wieder an sich zu nehmen und zu entfernen.
80 Abs. 2 Ziffern 12 bzw. 13 und Absatz 3: Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig diese Vorschriften nicht einhält. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 15.000,- geahndet werden.

Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG):

28 Abs. 1 Ziffer 9: Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig Tiere, für die er verantwortlich ist, außerhalb eingefriedeter Grundstücke ohne genügend Aufsicht oder Sicherung lässt, wenn dadurch die Nutzung eines fremden landwirtschaftlichen Grundstücks gefährdet wird.
28 Abs. 2: Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000,- geahndet werden.



 
 
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Letzte Änderung: 22.03.2017 / 14:49 Uhr
Ausgedruckt am 24.05.2017 / 02:29