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Schwarzenberg

Schwarzenberg - ein Märchen?

Das Dorf Schwarzenberg bestand jahrhundertelang aus zehn Lehenshöfen und hat sich in dieser Form lange nicht weiterentwickelt.
Ein erster Hinweis auf den Ort ist im Reichenbacher Schenkungsbuch von 1085 zu finden, wo ein Gut "in der Grasenowe beim mons schwarzinberg" dem Kloster geschenkt wird.
In der Zeit zwischen 1795 und 1840 wurden einige der Urhöfe unter den Erben aufgeteilt. Durch diese Hofteilungen kamen nach und nach immer neue Höfe dazu.

Im sogenannten Unterdorf von Schwarzenberg, früher "zu Bächen" genannt standen drei dieser Lehenshöfe. Möglicherweise befand sich dort die älteste Ansiedlung des Dorfes. Die ältesten Teile des "Althaushofes" stammen aus dem Jahre 1540. Der ehemalige Gasthof "Ochsen" wurde 1560 erbaut. Etwas weiter unten im Tal stand die Mühle, die ebenfalls Hofrecht hatte.
1973 wurde dieses Gebäude zum Wohnhaus umgebaut. Reste des alten Mühlengebäudes sind noch vorhanden.

Die herrliche Lage des Dörfchens wurde schon vor langer Zeit viel gepriesen. In einem Reisebericht "Bilder aus dem Schwarzwald" aus dem Jahre 1828 heißt es unter anderem:


"Nun wanderten wir dem Dorfe Schwarzenberg zu, dessen Lage uns als wildromantisch beschrieben worden.
... Hoch gelegen erblickt man auf grünen Matten das Kirchlein von Schwarzenberg und etliche Dorfwohnungen, hinter ihnen
höheres Gebirg. Wasser, Fels, Tannendunkel und helleres Wiesengrün, Berg und Halden, Nähe und Ferne finden wir so
malerisch zusammengestellt und abgewogen, dass wir nicht umhin können, die Landschaft als ein Gemälde zu betrachten.."



Der kleine Ort Schwarzenberg spielte auch in der Literatur eine bedeutende Rolle. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Wilhelm Hauff für sein Märchen "Das kalte Herz" die realen Vorlagen in Schwarzenberg und Umgebung fand. Seine Erzählungen von Köhlern, Flößern, Glasmachern und reichen Holzhändlern vermitteln ein anschauliches Bild der unruhigen Zeiten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert.
Ein Verwandter des Dichters, Johann Gottlieb Hauff war von 1817 - 1820 Pfarrer in Schwarzenberg. Von ihm und aus Erzählungen in der "Sonne", dem damals bedeutensten Gasthof zwischen Röt und Schönmünzach, hat Hauff mit ziemlicher Sicherheit historische Grundlagen für das Märchen bezogen.


Auch in einem anderen literarischen Werk spielt Schwarzenberg eine Rolle. Mehrere Kapitel in dem historischen Roman "Schillers Heimatjahre - Die Wanderungen des Heinrich Roller" (1843) des schwäbischen Dichters Hermann Kurz handeln vom Dorf Schwarzenberg, das bis Ende des 18. Jahrhunderts von den Kumpanen des Räuberhauptmannes Hannikel heimgesucht worden sein soll.


1974-1975
Die Murgtalgemeinden Klosterreichenbach, Huzenbach und Schönmünzach-Schwarzenberg schließen sich der Gesamtgemeinde Baiersbronn an.


 

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Auf dem Erlebnispfad Nr. 1, "Flößer, Köhler, Waldgeister" können Sie lebhaft die Geschichte von Huzenbach und Schwarzenberg erfahren.
Weitere Informationen, sowie die Broschüre: "Flößer, Köhler, Waldgeister" - die Beschreibung des Erlebnispfades Nr. 1 - erhalten Sie bei der Baiersbronn Touristik, sowie bei allen Rathäusern und Ortschaftsverwaltungen der Gemeinde Baiersbronn.

Erinnerungen an Wilhelm Hauff werden wach im Hauff's Märchenmuseum im Baiersbronner Oberdorf.

 

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Eine detailliert Beschreibung der Geschichte der Gemeinde Baiersbronn finden Sie auch in dem Buch: "Baiersbronn-Vom Königsforst zum Luftkurort" (360 Seiten, zahlreich bebildert).

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Burkard Buch & Kunst
Freudenstädter Straße 12
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/81350

Gemeideverwaltung Baiersbronn
Oberdofstraße 46
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/8421-0
E-Mail: info@gemeindebaiersbronn.de

Ein Versand durch die Gemeindeverwaltung erfolgt zuzüglich den aktuellen Portogebühren der Deutschen Post AG.

 
Letzte Änderung: 10.07.2007 / 11:13 Uhr
Ausgedruckt am 28.05.2016 / 13:46