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Huzenbach

Flößer, Köhler, Waldgeister - der Wald bestimmt die Geschichte

Der Name Huzenbach erscheint zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahre 1289, in der Pfalzgraf Ludwig von Tübingen, mit Zustimmung seiner Tante, Elisabeth von Eberstein-Tübingen, all seine Rechte an diesem Gebiet entlang der Murg an das Kloster Reichenbach übergibt.

Nach einem Landbuch von 1624 gehörten zu dieser Schenkung die Burg Rauhenfels, eine strategische Burg oberhalb der Murg, sowie eine Hauptsiedlung aus 3 Höfen auf dem Huzenberg. Im Lagerbuch des Klosteramtes Reichenbach aus dem Jahre 1667 werden für Huzenbach 5 Lehensbauernhöfe aufgeführt, die nach heimatkundlicher Recherche folgende Hofnamen besaßen: Bühlerhof, Christenmichelhof, Unterer Friedersbauernhof, Oberer Friedersbauernhof und Pfeifleshof.

Im Jahre 1676 bestand Huzenbach aus 35 Einwohnern. Durch den einsetzenden Holzhandel wuchs die Bevölkerung bis zum Jahre 1789 auf 232 Personen an, hauptsächlich Tagelöhner mit ihren Familien. Die Besiedlung Huzenbachs erstreckte sich damals auf den Silberberg und den Roten Rain, wo eigens Flächen für die Besiedlung gerodet worden waren.

Die Holzwirtschaft war lange Jahre prägend für Huzenbach. 1755 baute eine Holzcompanie zwischen Huzenbach und Besenfeld (heute: Gemeinde Seewald) einen mechanischen Holzaufzug, die Huzenbacher "machine", der die mächtigen Fichtenstämme aus dem Murgtal über 350 Höhenmeter nach Besenfeld transportierte. Von Besenfeld aus wurden sie über lange Rutschen, sog. Rießen in das Enztal hinabgelassen und von dort aus über die Enz weiterbefördert.
Zahlreiche Arbeitsunfälle begleiteten den Weg der Holzstämme, so dass die Beförderung mit der Huzenbacher "machine" nach 3 Jahren eingestellt und durch den Transport über neu eingerichtete Fahrwege ersetzt wurde.

Im August 1800 brach im unteren Murgtal ein verheerender Waldbrand aus, der 2200 ha Wald vernichtete und die Bewohner des Murgtales in Not und Elend stürzte.

1818 löste sich Huzenbach von Schwarzenberg und wurde eine eigenständige Gemeinde. 1836 wurde ein Schul- und Rathaus errichtet. Huzenbach hatte zu dieser Zeit etwa 600 Einwohner. Die ärmlichen Verhältnisse in denen die Huzenbacher lebten zeigen sich in der Tatsache, dass die 600 Einwohner auf nur 56 Gebäude verteilt waren.

1882 hatte sich die Bevölkerung Huzenbachs so weiterentwickelt, dass der Bau eines neuen, grösseren Schulhauses notwendig wurde.

1889 wurde in Huzenbach eine steinerne Brücke über die Murg gebaut, die nach seinem Erbauer Baurat Rheinhardt, Rheinhardtsbrücke genannt wurde. Auch heute noch genießt dieses Bauwerk unter Fachleuten grosse Anerkennung.

Da die Huzenbacher sehr gesellige Menschen sind, wurden schon sehr früh erste Vereine gegründet. Im Jahre 1912 wurde ein Gesangverein als Männerchor gegründet, ihm folgte 1921 der Sportverein als erster fussballtreibender Verein im Oberamt Freudenstadt und 1922 der Schützenverein. Um den aufkommenden Fremdenverkehr zu unterstützen entstand 1935 ein Kurverein.

Dieses rege Vereinsleben hat sich bis in die heutige Zeit in Huzenbach fortgesetzt und trägt einen entscheidenden Anteil an der aktiven und lebhaften Dorfgemeinschaft in Huzenbach.

1974-1975
Die Murgtalgemeinden Klosterreichenbach, Huzenbach und Schönmünzach-Schwarzenberg schließen sich der Gesamtgemeinde Baiersbronn an.

 

Flößer, Köhler, Waldgeister - der Erlebnispfad Nr. 1

Auf dem Erlebnispfad Nr. 1, "Flößer, Köhler, Waldgeister" können Sie lebhaft die Geschichte von Huzenbach und Schwarzenberg erfahren.
Weitere Informationen, sowie die Broschüre: "Flößer, Köhler, Waldgeister" - Die Beschreibung des Erlebnispfades Nr. 1 erhalten Sie bei der Baiersbronn Touristik, sowie bei allen Rathäusern und Ortschaftsverwaltungen der Gemeinde Baiersbronn.

 

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Sie erhalten es zum Preis von 10,00 bei:

Burkard Buch & Kunst
Freudenstädter Straße 12
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/81350

Gemeideverwaltung Baiersbronn
Oberdofstraße 46
72270 Baiersbronn
Tel.: 07442/8421-0
E-Mail: info@gemeindebaiersbronn.de

Ein Versand durch die Gemeindeverwaltung erfolgt zuzüglich den aktuellen Portogebühren der Deutschen Post AG.

 
Letzte Änderung: 02.04.2008 / 08:52 Uhr
Ausgedruckt am 08.12.2016 / 04:55